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MacBook Pro mit Dynamic Island

Apple stellt MacBook Pro mit OLED-Touchscreen und M5 Pro vor

Apple hat das MacBook Pro grundlegend überarbeitet. Erstmals gibt es einen Touchscreen, ein neues PROLED XDR Display mit Tandem-OLED-Technologie und die Dynamic Island. Dazu kommen M5 Pro und M5 Max, ein schlankeres Gehäuse und bis zu 24 Stunden Akkulaufzeit. In Deutschland beginnt der Einstieg bei 3.299 Euro.

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Apple hat soeben eine neue Generation des MacBook Pro vorgestellt. Die Modelle mit 14 und 16 Zoll erhalten erstmals einen Touchscreen und wechseln von der bisherigen Displaytechnologie auf ein neues Tandem-OLED-Panel. Apple bezeichnet den Bildschirm als PROLED XDR Display. Gleichzeitig ziehen die M5 Pro und M5 Max Chips, die Dynamic Island und ein überarbeitetes Gehäuse ein. Vorbestellungen sind ab sofort möglich, die Auslieferung beginnt am 6. November.

Herbst-Angebot

Quickread: Auf einen Blick
  • Neues MacBook Pro mit 14 und 16 Zoll sowie PROLED XDR Tandem-OLED-Display
  • Erstmals Touchscreen und Dynamic Island auf einem MacBook
  • M5 Pro und M5 Max mit bis zu 128 GB RAM und 16 TB SSD
  • Bis zu 2.000 Nits Spitzenhelligkeit, 120 Hz und 24 Stunden Akkulaufzeit
  • Ab 3.299 Euro für 14 Zoll und 3.899 Euro für 16 Zoll, erhältlich ab 6. November

PROLED XDR: Apple setzt erstmals auf Tandem-OLED

Die auffälligste Neuerung ist das PROLED XDR Display. Apple verwendet erstmals bei einem MacBook Pro ein Tandem-OLED-Panel, das mit zwei selbstleuchtenden Pixelschichten arbeitet. Dadurch sollen eine hohe Helligkeit, präzisere Kontraste und eine gleichmäßige Darstellung über die gesamte Bildschirmfläche möglich sein.

Laut Apple erreicht das Display sowohl bei HDR- als auch bei SDR-Inhalten eine Spitzenhelligkeit von bis zu 2.000 Nits. Das angegebene Kontrastverhältnis liegt bei 10.000.000:1. Die adaptive ProMotion-Technologie passt die Bildwiederholrate zwischen 10 und 120 Hz an.

Tandem-OLED erklärt!

Bei einem Tandem-OLED-Display kommen zwei übereinander angeordnete, selbstleuchtende Pixelschichten zum Einsatz. Im Vergleich zu klassischen OLED-Panels kann diese Bauweise eine höhere Helligkeit und eine bessere Energieeffizienz ermöglichen. Gleichzeitig lässt sich die Belastung auf mehrere Schichten verteilen, was sich positiv auf die Lebensdauer auswirken kann. Da OLED-Pixel unabhängig voneinander leuchten, sind sehr tiefe Schwarzwerte und hohe Kontraste möglich.

Auch bei der Farbdarstellung legt Apple nach. Neben dem P3-Farbraum unterstützt das Display Adobe RGB und deckt nach Herstellerangaben mehr als 80 Prozent des Rec.-2020-Farbraums ab. Damit richtet sich das MacBook Pro unter anderem an Fotografen, Videoproduzenten und Designer, die auf eine möglichst präzise Farbwiedergabe angewiesen sind.

Eine neue Antireflexbeschichtung soll störende Spiegelungen reduzieren. Optional bietet Apple außerdem eine Nanotextur-Oberfläche an, die direkt in das Deckglas eingearbeitet wird.

Touchscreen und Dynamic Island kommen auf den Mac

Eine weitere grundlegende Veränderung betrifft die Bedienung. Apple integriert erstmals einen Touchscreen in das MacBook Pro. Nutzer können damit direkt auf dem Display scrollen, Bilder vergrößern, Fenster verschieben oder Inhalte zwischen Anwendungen bewegen.

Der Touchsensor sitzt direkt im Displaypanel und nicht in einer zusätzlichen Schicht darüber. Das soll die Eingabeverzögerung reduzieren. Gleichzeitig wurde das Scharnier überarbeitet, damit der Bildschirm bei Berührungen stabiler bleibt.

Auch professionelle Anwendungen sollen von der neuen Bedienung profitieren. In Pixelmator Pro lassen sich beispielsweise Bildbereiche direkt auf dem Display bearbeiten. Logic Pro unterstützt virtuelle Instrumente, die per Multi-Touch gespielt werden können. In Final Cut Pro können Nutzer Clips verschieben, Schnittbereiche auswählen und die Zeitleiste mit Gesten vergrößern.

Bestehende Anwendungen funktionieren laut Apple teilweise ohne Anpassungen mit dem Touchscreen, da macOS Berührungen automatisch in Mausklicks übersetzen kann. Entwickler erhalten zudem neue Schnittstellen für speziell angepasste Touch-Gesten.

Parallel dazu übernimmt das MacBook Pro die Dynamic Island vom iPhone. Der interaktive Bereich am oberen Bildschirmrand dient unter anderem als Zugriffspunkt für Spotlight, Siri AI und Live-Aktivitäten. Dort lassen sich beispielsweise Musik steuern, eingehende AirDrop-Anfragen bearbeiten oder aktuelle Informationen anzeigen.

M5 Pro und M5 Max mit bis zu 128 GB Arbeitsspeicher

Für die Rechenleistung sorgen Apples M5 Pro und M5 Max. Beide Chips richten sich an professionelle Anwendungen und sollen insbesondere bei anspruchsvollen Grafikberechnungen, KI-Aufgaben und der Verarbeitung großer Datenmengen Vorteile bieten.

Apple hebt unter anderem die Neural Accelerators hervor, die direkt in die GPU-Kerne integriert sind. Damit lassen sich KI-Modelle lokal auf dem Mac ausführen. Der M5 Max soll laut Hersteller sogar große Sprachmodelle mit mehreren Hundert Milliarden Parametern lokal verarbeiten können.

Die Grafikarchitektur unterstützt außerdem Raytracing der dritten Generation und Dynamic Caching. Davon sollen beispielsweise Anwendungen wie Blender, Cinema 4D und Unreal Engine profitieren.

Beim Arbeitsspeicher sind Konfigurationen mit bis zu 128 GB gemeinsam genutztem Speicher möglich. Auch beim Massenspeicher erweitert Apple die Optionen: Das neue MacBook Pro lässt sich mit bis zu 16 TB SSD-Speicher bestellen.

Dünneres Gehäuse und bis zu 24 Stunden Akkulaufzeit

Trotz der neuen Displaytechnologie und der zusätzlichen Touch-Funktionen fallen beide Modelle dünner und leichter aus.

Das MacBook Pro mit 14 Zoll wiegt laut Apple rund 1,36 kg. Die 16-Zoll-Version kommt auf ungefähr 1,81 kg. Im Vergleich zu den bisherigen Modellen reduziert sich das Gewicht damit um rund 227 beziehungsweise 318 Gramm.

Die tatsächlichen Displaydiagonalen betragen 14,2 und 16,3 Zoll. Insbesondere das größere Modell profitiert von schmaleren Bildschirmrändern.

Eine überarbeitete Kühlarchitektur soll dafür sorgen, dass die M5-Chips auch unter längerer Belastung ihre Leistung halten können. Gleichzeitig leitet das neue Kühlsystem warme Luft vom Display weg.

Bei der Akkulaufzeit nennt Apple bis zu 24 Stunden. Mit der Schnellladefunktion soll der Akku innerhalb von 30 Minuten wieder auf 50 Prozent geladen werden können.

Thunderbolt 5, Wi-Fi 7 und verbessertes Audiosystem

Bei den Anschlüssen bleibt Apple seiner bisherigen Pro-Ausrichtung treu. Das neue MacBook Pro bietet drei Thunderbolt-5-Anschlüsse, HDMI, einen SDXC-Kartenleser, MagSafe und einen Kopfhöreranschluss.

Mit dem M5 Pro lassen sich bis zu drei externe Displays betreiben, mit dem M5 Max sind es bis zu vier. Für drahtlose Verbindungen stehen Wi-Fi 7 und Bluetooth 6 zur Verfügung. Dafür verwendet Apple den eigenen N1-Funkchip.

Auch das Audiosystem wurde überarbeitet. Die sechs Lautsprecher erhalten neue Tieftöner, die laut Apple einen um 50 Prozent tieferen Bass ermöglichen. Hinzu kommen überarbeitete Hochtöner, Mikrofone in Studioqualität und Unterstützung für Spatial Audio mit Dolby Atmos.

Eine 12-Megapixel-Kamera mit Center Stage gehört ebenfalls zur Ausstattung. Neu ist eine Bildstabilisierung, die insbesondere bei der Touch-Bedienung während eines Videoanrufs helfen soll.

macOS 27 mit Siri AI und neuen Touch-Funktionen

Ausgeliefert wird das MacBook Pro mit macOS 27 Golden Gate. Das Betriebssystem wurde an die Touch-Bedienung angepasst und erweitert gleichzeitig die Funktionen von Apple Intelligence.

Siri AI soll stärker auf persönliche Informationen und Inhalte verschiedener Anwendungen zugreifen können, um Fragen zu beantworten oder Aufgaben auszuführen. Über Visual Intelligence lassen sich außerdem Informationen zu Bildschirminhalten abfragen.

Auch Safari erhält zusätzliche KI-Funktionen. Dazu zählen die automatische Organisation von Tabs, Benachrichtigungen über Änderungen auf Webseiten und die Möglichkeit, Erweiterungen anhand einer Beschreibung zu erstellen.

Darüber hinaus lässt sich die Darstellung von Liquid Glass über einen neuen Regler anpassen. Nutzer können zwischen einer transparenten und einer stärker eingefärbten Oberfläche wählen.

Preise und Verfügbarkeit in Deutschland

Das neue MacBook Pro mit PROLED XDR Display kann ab sofort vorbestellt werden. Die reguläre Verfügbarkeit beginnt am Freitag, dem 6. November.

In Deutschland startet das MacBook Pro mit 14 Zoll und M5 Pro bei 3.299 Euro. Für das größere Modell mit 16 Zoll und M5 Pro werden mindestens 3.899 Euro fällig.

Beide Geräte sind auch mit dem leistungsfähigeren M5 Max erhältlich. Zusätzlicher Arbeitsspeicher, größere SSDs und die optionale Nanotextur-Oberfläche erhöhen den Preis entsprechend.

Mit dem neuen MacBook Pro verändert Apple nicht nur die technische Ausstattung, sondern auch das bisherige Bedienkonzept des Mac. Insbesondere der Touchscreen und die Dynamic Island stellen einen deutlichen Unterschied zu früheren MacBook-Generationen dar.